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Warum wir im VDH/FCI züchten

Mitglieder der FCI

Einleitung

Der Rassestandard definiert, was einen Jack Russell Terrier oder einen Miniature American Shepherd ausmacht. Er beschreibt Aussehen, Wesen und zuchtausschließende Fehler.

Für die meisten Hunderassen sind zwei große Zuchtverbände verantwortlich:

  • Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) für Europa, Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien und Ozeanien
  • Der American Kennel Club (AKC) für Nordamerika

In Deutschland vertritt der Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) die FCI. Für Jack Russell Terrier ist der Klub für Terrier e.V. (KfT) und für Miniature American Shepherds der Club für Australian Shepherds Deutschland e.V. (CASD) zuständig. Nur Hunde aus diesen Vereinen haben weltweit anerkannte Zuchtpapiere.

Dissidenz

„Dissidenten“ sind Züchter, die außerhalb der FCI-Vereine arbeiten – meist, weil sie mit bestimmten Zuchtregeln oder dem offiziell festgelegten Rassestandard nicht einverstanden sind.

Doch stellt sich die Frage: Wenn der Standard bewusst abweicht, handelt es sich dann überhaupt noch um einen Jack Russell Terrier oder Miniature American Shepherd? Genetisch gesehen ja, denn die Hunde stammen in der Regel von FCI- oder AKC-Linien ab. Dennoch können sich Aussehen und Verhalten deutlich unterscheiden. Aus diesem Grund werden solche Hunde bei offiziellen FCI-Wettkämpfen als Mischlinge geführt – selbst wenn sie rassetypisch erscheinen.

Viele sogenannte Dissidenzvereine legen ebenfalls großen Wert auf Gesundheit und achten gezielt auf eine breite genetische Vielfalt. Auch die FCI verfolgt diese Ziele, profitiert dabei jedoch zusätzlich von einem international vernetzten Gesundheits- und Zuchtinformationssystem.

Hundesport

Die FCI ist nicht nur für die Hundezucht zuständig, sondern auch der Dachverband für die größten und wichtigsten Hundesportveranstaltungen. An offiziellen Qualifikationen und Meisterschaften dürfen allerdings nur Rassehunde mit von der FCI anerkannten Papieren teilnehmen. Hunde, die nicht nach FCI-Standards gezüchtet wurden, gelten offiziell als Mischlinge und sind daher von diesen Wettbewerben ausgeschlossen – es sei denn, sie durchlaufen zuvor eine Phänotypisierung beim VDH, um entsprechende Papiere zu erhalten.

Nichtsdestotrotz dürfen auch Mischlinge im Hundesport aktiv sein und an vielen inoffiziellen Turnieren und Veranstaltungen teilnehmen, bei denen keine FCI-anerkannten Papiere erforderlich sind.

Züchter im VDH

Wer im VDH züchten möchte, muss mehrere Voraussetzungen erfüllen. Der erste Schritt ist die Teilnahme an einem Neuzüchter-Seminar, in dem grundlegendes Wissen zu Zucht, Haltung und Tierschutz vermittelt wird. Anschließend wird die Zuchtstätte von einem Zuchtwart begutachtet: Dabei werden unter anderem Baupläne eingesehen und geprüft, ob die Hunde artgerecht untergebracht sind.

Außerdem ist eine Sachkundeprüfung abzulegen, um das notwendige Fachwissen nachzuweisen.

Bevor mit der Zucht begonnen werden darf, müssen die eingesetzten Hunde tierärztlich ausgewertet werden – dazu gehören rassespezifische Gesundheitsuntersuchungen sowie erforderliche Gentests, um Erbkrankheiten frühzeitig auszuschließen und eine verantwortungsvolle Zucht zu gewährleisten.

Die Bedeutung des Stammbaums

Ein Stammbaum belegt die eindeutige Abstammung eines Hundes und bestätigt seine Reinrassigkeit. Die FCI gewährleistet dies durch DNA-Tests, die sicherstellen, dass die Welpen tatsächlich von den angegebenen Elterntieren stammen. Dadurch wird verhindert, dass fremde Rassen eingekreuzt werden, was nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch das Wesen der Hunde beeinflussen könnte.

Preisgestaltung

Während Züchter, die nach FCI-Standards arbeiten, meist konstante Preise anbieten, sind bei sogenannten „Designer-Hunden“ wie Labradoodle oder Pomsky (Pomeranian-Husky-Mix) Preise von 2.500 bis 4.000 € keine Seltenheit – und liegen damit deutlich über denen der meisten FCI-Rassehunde.

Fazit

Mit Papieren der FCI erhält man international anerkannte Dokumente, die sowohl für die Zucht als auch für den Hundesport von Bedeutung sind – somit stehen alle Wege offen.

Die Stammbäume garantieren eine reinrassige Zucht und minimieren das Risiko rassefremden Verhaltens.

Durch die sorgfältige Zuchtkontrolle können rassespezifische Krankheiten frühzeitig erkannt und gezielt bekämpft werden. Die FCI kennt die typischen Gesundheitsprobleme jeder Rasse und arbeitet kontinuierlich an deren Verbesserung.

Ohne die FCI oder den AKC gäbe es keine verbindlichen Rassestandards, anhand derer wir Aussehen und Charakter einer Rasse definieren und bewahren können – nur so bleibt beispielsweise ein Jack Russell Terrier auch wirklich ein Jack Russell Terrier.

Trotz der strengen Anforderungen und Kosten bleiben FCI-Rassehunde für Familien weiterhin erschwinglich.

Warum wir im VDH/FCI züchten

Deshalb züchten wir in der FCI/VDH!

Text copyright Quint