Farbvererbung
Nun soll nochmal auf die Farbvererbung eingegangen werden. Das typische äußere Erscheinungsbild des Border Collie ist schwarz-weiß.
Allerdings sind noch zahlreiche andere Farben erlaubt.
Folgende Übersicht zeigt die Farben und ihre Vererbung:
schwarz-weiß: dominant
rot-weiß: rezessiv geg. schwarz-weiß
blau-weiß: rezessiv geg. schwarz-weiß
bluemerle: dominant geg. schwarz-weiß
redmerle: dominant geg. schwarz-weiß
sable: rezessiv geg. schwarz-weiß
Das merle-Gen stellt eine Besonderheit dar, weil
es sich dominant geg. schwarz-weiß verhält. Nun könnte man sich fragen, warum aus einer Verpaarung von einem schwarz-weißen mit einem merle-Hund auch schwarze Hunde resultieren. Dies liegt daran,
dass merlefarbene Hunde ein zugehöriges rezessives Gen haben, dass im Falle des Aufeinandertreffens von schwarz-schwarz eben wieder schwarz-weiße Hunde hervorbringt.
Interessant zu erwähnen ist, dass kurioserweise viele erwünschte Eigenschaften des Border Collie rezessiv vererbt werden, so etwa die langhaarige Fellvarietät (es gibt bekannterweise auch
kurzhaarige Border Collies) oder das aufrecht getragene Ohr (Hängeohren vererben sich dominant!). An diesen Beispielen kann man sehr gut erkennen, wie vielschichtig die Zucht von Hunden ist und
wie sorgfältig man als verantwortungsvoller Züchter die Zucht planen muss.
Entgegen früherer Annahmen vererben sich Rüde und Hündin zu etwa 50%, so dass beide Zuchttiere von hoher Qualität sein müssen. Ein guter Hund kann nur bedingt die Fehler des Zuchtpartners
ausgleichen. In der Praxis macht man sich das Wissen über vorhandene Gene der Zuchttiere zu Nutze. Möchte man eine bestimmte Eigenschaft ausprägen, wird man einen Zuchtpartner suchen, der
verstärkt das gewünschte Merkmal hat, etwa Hütetrieb, langes Fell oder ähnliches. Resultierend aus diesem Wissen haben sich drei Zuchtmethoden herausgebildet, die angewendet werden.
Hier einige Beispiele 'Bunter' Border Bollies:
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